Donnerstag, 12. März 2015

Artikel 19: Tai Chi in der Pflegeausbildung

Körperkompetenz und Gesundheit von Pflegenden
Gisela Ruwe

Seit mehr als fünfzehn Jahren arbeite ich als Lehrerin in allen Stufen der Pflegebildung (Aus-, Fort- und Weiterbildung, wie auch Studium) mit Verfahren des „Erfahrungsbezogenen Unterrichts mit Mitteln des Szenischen Spiels“.

Scheller definiert den von ihm entwickelten pädagogischen Ansatz als Arbeit an Haltungen. Er meint damit die Gesamtheit an inneren Vorstellungen, Gefühlslagen, sozialen und politischen Einstellungen und Interessen (innere Haltung), sowie deren körperlichen und sprachlichen (BOURDIEU 1982) für die Soziologie beschrieben hat.

Diese pädagogische Schule hat meine Lehrhaltung in den letzten Jahren wesentlich geprägt und meine Aufmerksamkeit auf die Verbindung von Körper, Gefühl und Macht gelenkt.

Über einen etwas längeren Zeitraum übe ich - zunächst im privaten Rahmen - Tai Chi. Meine nun begonnene Tai Chi Lehrerinnenausbildung ist der Anlass meine Erfahrungen mit der Körperarbeit in der Pflegebildung zu resümieren. Seit etwa 4 Jahren arbeite ich auch im Pflegeunterricht mit Tai Chi / Qi Gong und habe eine handhabbare Praxis im Ausbildungsbetrieb entwickelt, wie auch Reaktionen und Wirkungen bei den Auszubildenden wahrgenommen.

Tai Chi definiert sich aus meinem Weg als Lehrerin - ebenso wie das szenische Spiel -als Arbeit an Haltungen. Mir geht es in erster Linie um zwei Aspekte, die ich mit dem Tai Chi Unterricht innerhalb der Pflegeausbildung verfolge:

- Förderung von Körperkompetenz
- Gesundheitsförderung von Pflegenden

In unseren Schulentwicklungsprozess der letzten Jahre sind neben anderen Einflüssen auch meine Erfahrungen mit Körperarbeit eingeflossen und bei der Entwicklung von Schlüsselqualifikationen für unsere Ausbildung hat die Diskussion und Formulierung der Schlüsselqualifikation „Körper“ einen großen Raum eingenommen.

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