Mittwoch, 24. September 2014

Artikel 15: Kung-fu – zwischen Kampf und Kunst: Philosophische Grundlagen der chinesischen Kampfeskunst

K.-H. Pohl, Trier

Bei näherem Hinsehen hat es in China – nicht anders als sonstwo – quer durch die Geschichte fast ununterbrochen Krieg und Kampf gegeben. Der Widerspruch zwischen propagiertem Pazifismus und kriegerischer Realität erklärt sich wohl einfach dadurch, daß Ideal und Wirklichkeit meist auseinander klaffen: Ideale zu pflegen, heißt nicht, daß diese auch in der Wirklichkeit umgesetzt sein müssen. So wären auch die Ideale der christlichen Nächstenliebe und Friedfertigkeit angesichts 2000 Jahre Geschichte christlichen Abendlands leicht als realitätsfern zu entlarven, obwohl diese Ideale bis heute – in säkularer Form – Leitlinien europäischer Politik geblieben sind.

In China ist es also nicht anders als in Europa. Zwar pflegte man Harmonie als höchstes Ideal, doch findet man gleichzeitig eine reiche Literatur, die sich mit allen Aspekten des Kampfes/Krieges beschäftigt, insbesondere in Form der sogenannten "Schule der Kriegsstrategien" (bingjia).

Doch zeigt sich das Thema Kampf auch in anderen klassischen Schulen und Schriften, so bei den Moisten als Theoretikern des Verteidigungskrieges, bei den Legalisten, die Krieg und Kampf zur Stärkung des Reiches befürworteten, oder sogar – wenn auch nur am Rande – bei dem Konfuzianer Menzius, wenn er sagt: "Ein Edler wird nicht kämpfen wollen; doch wenn er kämpft, dann muß er siegen" (zhan bi sheng).

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Donnerstag, 11. September 2014

Artikel 14: Mindfulness-based interventions in multiple sclerosis: beneficial effects of Tai Chi on balance, coordination, fatigue and depression

Janina M Burschka, Philipp M Keune, Ulrich Hofstadt-van Oy, Patrick Oschmann and Peter Kuhn

2014

Patients suffering from Multiple Sclerosis (MS) experience a wide array of symptoms, including balance problems, mobility impairment, fatigue and depression. Physical exercise has recently been acknowledged as a treatment option complementary to medication. However, information regarding putative effects of structured exercise programs on neurological symptoms is sparse. Tai Chi, a Chinese martial art incorporating physical exercise and mindfulness training, has been shown to yield health benefits in various neurological groups. It seems particularly suitable for patients with motoric deficits as it challenges coordination and balance. The purpose of the current study was to explore the therapeutic value of structured Tai Chi training for coordination, balance, fatigue and depression in mildly disabled MS patients.

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