Samstag, 5. Oktober 2013

Doktorarbeit 9: Untersuchungen zum Einfluss einer exogen induzierten repetitiven Schmerzstimulation auf die peripheren und trigeminalen Schmerzreizschwellen

Monika Dirkwinkel

Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 2008

In den letzten Jahren ist die Frage in den Mittelpunkt der Schmerzforschung gerückt, wie sich Schmerzbahnung und Schmerzhemmung gegenseitig beeinflussen und wie diese Phänomene gemessen werden können. Einige asiatische Kampfkunstarten, wie z. B. Kung Fu, arbeiten mit repetitiv durchgeführten antinozizeptiven Übungen zur verminderten Schmerzwahrnehmung. Diese Übungen können ein Modell bilden, um eine exogen erworbene Hypalgesie zu untersuchen. Diese Arbeit stellt die Frage, ob das Trainieren von Analgesie zu veränderten peripheren und trigeminalen Schmerzschwellen und damit zu einer Veränderung von Schmerzreizschwellen führt.

In die experimentelle Untersuchung wurden 30 gesunde Probanden eingeschlossen. Diese wurden in 2 Gruppen unterteilt: die 15 Probanden hatten ein 14-tägiges Abhärtungstraining zu absolvieren, die 15 Kontrollpersonen nicht. Zu Anfang (U1) und nach Ablauf (U2) des Abhärtungstrainings wurden die Personen untersucht. Es wurden die Sensibilitäts- und Schmerzreizschwellen am M. tibialis anterior und am M. masseter gemessen. Beide Schwellen waren sowohl bei den Probanden als auch bei den Kontrollen am M. masseter signifikant niedriger.

Wir fanden einen Trend, dass die Probanden eine im Zeitverlauf durchschnittlich höhere Schmerzreizschwelle als die Kontrollen hatten. Dies könnte bedeuten, dass die Probanden aus der Kung-Fu-Trainingsgruppe besser adaptieren.

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