Freitag, 27. September 2013

Diplomarbeit 6: Yin und Yang - Möglichkeiten des Umgangs mit der Zwei

Alanis Lux

Centrum für Chinesische Medizin Nord, Hamburg, 2010

Als Einführung in das Thema soll zunächst die Herkunft der Begriffe Yin und Yang und der bildlichen Darstellung des Konzeptes im Taijitu skizziert werden. Im Anschluss werde ich an Beispielen die Aufnahme der Idee in unsere westliche Geisteswelt nachzeichnen. Es wird sich die Frage anschließen, wie eine so fremdartige Idee dem Westen so große Faszination abgewinnen konnte.

Es werden sich Hinweise darauf finden, dass die Kluft zwischen westlichen und östlichen Denkgewohnheiten nicht so tief ist, wie oft behauptet wird, analytisch-trennend hier, synthetisierend-ganzheitlich dort. Zwar betonen maßgebliche Errungenschaften unserer westlichen Geistesgeschichte eine dualistische Betrachtungsweise der Welt, doch gibt es Beispiele z.B. aus der Linguistik, die belegen, dass auch wir in unserer Weltsicht nicht so unflexibel sind, wie wir es uns selbst oft vorwerfen. In diesem Zusammenhang werde ich auch der Frage nachgehen, in welchem Maße sich die Idee von Yin und Yang mit uns bekannten Kategorisierungen von Phänomenen in der Welt in Deckung bringen lässt.

Da der Geist sich in unserer Welt durch Individuen ausdrückt, die allesamt als biologische Wesen auf diesem Planeten wandeln, werde ich die Frage anschließen, welchen Einfluss eben diese biologische Ausstattung auf die Hervorbringung einer Idee von Yin und Yang gehabt haben kann.

Bei aller feststellbaren Aufnahmebereitschaft des Westens für die Yin-Yang-Idee, möchte ich nicht versäumen hervorzuheben, wie schon die klassischen alten chinesischen Schriften über die bloße Aufzählung der Erscheinungsformen von Yin und Yang hinausgegangen sind und uns als großes Vermächtnis die Darstellung des Wesens, Wirkens und Schaffens der ZWEI hinterlassen haben.

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